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Blutgruppen Vererbung

Geschrieben von: Dennis Rudolph
Sonntag, 20. Juli 2014 um 19:49 Uhr

Welche Blutgruppen gibt es eigentlich, und wie werden sie vererbt? Wisst ihr, welche Blutgruppe ihr habt? Und was sie bedeutet? Das alles möchten wir euch in unserem Artikel zu den Blutgruppen erklären. Ihr findet außerdem eine Wahrscheinlichkeitstabelle, in der wir euch erläutern möchten, welche Blutgruppenkombinationen es gibt.

Erst bei den misslungenen Versuchen Blutreserven verschiedener Menschen miteinander zu mischen wurde festgestellt, dass es verschiedene Blutgruppen gibt. Der Grund liegt darin, dass auf den roten Blutkörperchen Oberflächenstrukturen vorhanden sind, die bei Kontakt mit fremden Antikörpern ein Verklumpen der Blutkörperchen verursachen.

Man hat fest gesellt, dass es die Blutgruppen A, B, AB und 0 gibt. Je zwei der drei Allele A, B oder 0 bilden ein Gen und bestimmen die Blutgruppenmerkmale bei einem Menschen. Doch wie wird die Blutgruppe auf Kinder vererbt? Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das Allel 0 gegenüber den Allelen A und B rezessiv ist. A und B hingegen werden dominant vererbt. Beide sind auch gegenüber dem Allel 0 dominant. Die folgende Tabelle zeigt dies noch genauer:

Blutgruppen Vererbung

Rhesusfaktor:

Neben der Blutgruppe gibt es noch ein weiteres wichtiges Merkmal: Den Rhesusfaktor (Antigen D). Der Rhesusfaktor wurde im Jahre 1940 von zwei Biologen entdeckt.

Der Rhesusfaktor ist an die Membran der Erythrocyten gebunden. Die Antigene, die sich in den Erythrocyten befinden, nennt man C, D, E, c und e. Allerdings ist für die Einteilung in die zwei Zustände "Rhesus-positiv" und "Rhesus-negativ" nur das Antigen D verantwortlich. Die beiden Zustände werden auch mit "Rh+" für Rhesus-positiv und "rh-" für Rhesus-negativ bezeichnet. Das könnt ihr euch auf jeden Fall schon einmal merken, denn diese Bezeichnungen, werden euch im Biologie Unterricht häufig begegnen.

Antikörper bilden sich erst Monate nach einer Bluttransfusion mit Rhesus-positivem Blut. Da die nach der Erstübertragung gebildeten IgG-Antikörper und insbesondere die Gedächtniszellen lange erhalten bleiben, können weitere Transfusionen von Rhesus-positivem Blut bei Rhesus-negativen Menschen zur Agglutination bzw. Hämolyse führen. Dies kann schwere oder gar tödliche Schädigungen nach sich ziehen.

Auch der Rhesusfaktor wird nach den Mendelschen Regeln vererbt. Die Vererbung des Rhesusfaktors ist dominant-rezessiv: Die Ausprägung des Faktors ist dominant gegenüber Rhesus-negativem Phänotyp.

Ihr wollt mehr zu dem Thema des "Rhesusfaktors" wissen? Dann schaut doch mal in unseren ausführlichen Artikel, hier findet ihr genauere Informationen.

Zum Artikel "Rhesusfaktor"

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