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Spaltungsregel ( 2. Mendelsche Regel )

Geschrieben von: Dennis Rudolph
Sonntag, 20. Juli 2014 um 19:49 Uhr

Mit der 2. Mendelschen Regel befassen wir uns in diesem Artikel. Dabei wird erklärt, was man unter dieser Mendelschen Regel zu verstehen hat, warum sie als Spaltungsregel bezeichnet wird und was es mit dominant-rezessiven und intermediären Erbgängen auf sich hat.

Jeder kennt das: Zwillinge sehen sich oftmals zum Verwechseln ähnlich. Und viele Kinder scheinen optisch eine "junge Version" ihrer Eltern darzustellen oder haben zumindest einige optische Ähnlichkeiten aufzuweisen. Woran liegt das?
Die Antwort auf diese Frage findet sich in einem großen biologischen Thema, der Genetik. Aber womit genau beschäftigt sich die Genetik? Nun, die menschlichen Erbanlagen, auch DNA genannt, oder andere wichtige Erbträger in pflanzlichen und menschlichen Zellen und Körpern werden im Teilbereich Genetik behandelt.


Bevor wir uns jedoch ausführlicher mit DNS und Chromosomen beschäftigen, erklären wir euch hier erst einmal die Grundlagen der Genetik. Dabei ist es besonders wichtig, die folgenden Versuche genau zu betrachten.  Ein Mann spielt bei der prägenden Erkenntnis der Erbschaftsregeln eine ganz besondere Rolle: Johann Gregor Mendel. Der Klosterpate, der 1865 die genetischen Entdeckungen der Übertragung von Erbgut machte, spielt im folgenden Artikel eine wichtige Rolle.

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2. Mendelsche Regel: Spaltungsregel

Zur Erinnerung: Bei einem dominant-rezessivem Erbgang setzt sich ein Merkmal durch. Beispiel: Rote und weiße Blüten bei den Eltern und rote Blüten bei den Nachkommen. Beim intermediären Erbgang setzt sich kein Merkmal durch. Beispiel: Rote und weiße Blüten bei der Elterngeneration und rosa Farben bei den Nachkommen. Umgangssprachlich ausgedrückt haben wir nun Eltern und Kinder gehabt. Und jetzt sehen wir uns die Enkel an. Wir kreuzen nun die F1-Generation ( Kinder ) untereinander und erhalten die F2-Generation ( Enkel ).

Beim dominant-rezessivem Erbgang passiert folgendes: Die F1-Generation ( Kinder ) weisen Erbinformationen für weiß und rot auf. Nun kann rot-rot vererbt werden, daraus entsteht rot. Es kann rot-weiß vererbt werden, dabei entsteht auch rot, denn rot ist dominant. Wird hingegen weiß-weiß vererbt, entsteht weiß.  Also: Handelt es sich um eine dominant-rezessive Vererbung, so sind ein Viertel der F2-Individuen reinerbig mit zwei rezessiven Erbanlagen und zeigen eine entsprechende Merkmalsausprägung. Die anderen drei Viertel zeigen eine Ausprägung wie reinerbige Individuen mit zwei dominanten Erbanlagen. Diese drei Viertel setzen sich zusammen aus reinerbigen (ein Viertel) und mischerbigen (zwei Viertel) Individuen. Auch hier eine Grafik zum besseren Verständnis:

Dominant-Rezessive Vererbung:

Spaltungsregel Dominant-Rezessiv

Bei der intermediären Vererbung sieht das Bild ein bisschen anders aus: Die F1-Generation ( Kinder ) weißen Erbinformationen für weiß und rot auf. Die F2-Generation ( Enkel ) kann dann weiß, rot oder auch lila aussehen. Was passiert hier nun? Also 1. Möglichkeit: Die F2-Generation bekommt von beiden Eltern die Erbinformation "rot", dann ist auch der Nachkomme rot. Möglichkeit Nr.2: Es wird rot und weiß vererbt. Beim intermediären Erbgang entsteht dann eine Mischung die lila ist. Und letzte Möglichkeit: Es wird zweimal weiß vererbt, dann entsteht auch ein weißer Nachkomme. Die folgende Grafik zeigt auch dies:

Spaltungsregel Intermediär

Aus diesem Wissen lässt sich das zweite Mendelsche Gesetz ableiten: Die Spaltungsregel.

Mendel 2: Spaltungsregel

Kreuzt man die Mischlinge (Tochtergeneration) untereinander, so spaltet sich die Enkelgeneration in einem bestimmten Zahlenverhältnis auf. Dabei treten auch die Merkmale der Elterngeneration wieder auf.

Hinweis: Die Regeln von Mendel sind nicht universell gültig. Es gibt eine ganze Reihe an Ausnahmen, doch sollt ihr hier erst einmal einen guten Überblick über die Versuche bekommen.  Eine Zusammenfassung der wichtigsten Begriffe zur Genetik findet ihr in unserem Artikel "Grundbegriffe der Genetik Zusammenfassung".

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