Uniformitätsregel (1. Mendelsche Regel) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dennis Rudolph   
Samstag, 02. Januar 2010 um 16:16 Uhr

Johann Gregor Mendel stellte die so genannten Mendelschen Gesetze der Genetik auf und erforschte damit erstmals, wie sich Eigenschaften von Eltern auf Kinder vererben. Mit der Uniformitätsregel - der 1. Mendelschen Regel befassen wir uns in dieserm Artikel der Biologie bzw. Genetik.


Johann Gregor Mendel war nicht, wie viele vermuten würden, ein Naturwissenschaftler, sondern ein  böhmischer Augustinerpater, der im Garten seines Klosters Experimente mit Pflanzen durchführte. Dabei benutzte er die biologisch recht einfache Erbsenpflanze. Die Vorteile der Erbsenpflanze: Sie ist pflegeleicht, da sie nur Wasser und Licht zum Wachsen benötigt. Außerdem führt sie viele Früchte, hier können Experimente besonders repräsentativ durchgeführt werden.

Johann Gregor Mendel hatte dabei zwei Typen von Elternpflanzen, die im Folgenden auch Parentalgeneration genannt werden („parent“ engl. Eltern). Die Pflanzen waren farblich in rot und weiß aufgeteilt. Dabei machte Mendel eine wichtige Entdeckung, die auch für alle weiteren Versuche eine große Rolle spielte: Die rote Erbsenpflanze vererbte nur die Information rot für die Farbe, die weiße Erbsenpflanze die Information weiß. Das ist besonders wichtig. Denn nun passierte folgendes:

Mendel kreuzte die rote Erbsenpflanze mit der weißen Erbsenpflanze. Dabei kam er zu dem Ergebnis, das die Ergebnisse in Form von rosa Blüten auftraten. Die Erbsenpflanze hatte also keine roten und keine weißen Blüten mehr, sondern rosafarbene Blüten. Mendel hielt also fest, dass die Tochtergeneration (auch Fililalgeneration F1 genannt) keine direkten Erbinformationen der Parentalgeneration übernommen hatte. Es war somit eine Mischung der beiden Farben rot und weiß entstanden. Aus diesem Grund wurden diese Nachkommen auch als Mischlinge oder Bastarde bezeichnet.


In den folgenden Grafiken möchten wir euch dies genauer zeigen:

Mendelsche Gesetze Bild 1


Diese Grafik stellt dar, was wir euch soeben erklärt haben. Zwei reinrassige Pflanzen mit den Informationen rot (AA) und weiß (aa) werden miteinander gekreuzt. Es entsteht eine rosafarbene Pflanze mit der Information (Aa). Sie hat also eine Information von rot und eine von weiß übernommen. Die Mischung dieser Farben ergibt rosa.

 

 

Uniformitätsregel - Mendelsche Regel 1

Mendel kreuzte Erbsenpflanzen mit rotem und weißem Aussehen miteinander, es entstanden rosafarbene Erbsenpflanzen. Dabei wurden Pflanzen verwendet, die nur die rote oder weiße Erbinformation in sich trugen. Ist dies der Fall, spricht man von reinerbig oder homozygot. Die Tochtergeneration - auch Filialgeneration F1 genannt - war rosa und trug  die genetischen Informationen für rotes und weißes Aussehen. Deshalb spricht man bei diesen auch von mischerbig bzw. heterozygot.


Und noch ein Fachbegriff zum Merken: Der Begriff Phänotyp bezeichnet das äußere Erscheinungsbild. In unserem Fall war also der Phänotyp bei den Eltern rot oder weiß und bei den direkten Nachkommen rosa. Mendel fasste dies zur Uniformitätsregel zusammen, auch Mendel 1 genannt:

 

Mendel 1: Uniformitätsregel

Kreuzt man zwei reine Rassen einer Art miteinander, so zeigen die direkten Nachkommen das gleiche Aussehen.

 

Links:

Zuletzt aktualisiert am Montag, 08. Februar 2010 um 10:13 Uhr
 

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