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Die Verwandlung: Zusammenfassung / Inhaltsangabe

Geschrieben von: Dennis Rudolph
Montag, 06. Februar 2017 um 17:26 Uhr

Franz Kafkas Erzählung „Die Verwandlung“ ist in drei Kapitel unterteilt und erzählt in chronologischer Reihenfolge über einen Zeitraum von drei Monaten, wie es der Hauptperson Gregor und seiner Familie ab dessen Verwandlung in einen großen Käfer ergeht. Im Folgenden findet sich eine Zusammenfassung des Inhalts der Erzählung.

Der erste Teil umfasst etwa eine Stunde des Morgens von Gregors Verwandlung. Er ist Handlungsreisender von Beruf und hätte um fünf Uhr mit dem Zug fahren sollen. Er hat aber ungewöhnlicherweise verschlafen und er wacht erst um halb sieben auf. Er stellt zwar sofort fest, dass er sich in ein großes Ungeziefer verwandelt hat, glaubt aber eher, dass er noch träumt und noch nicht richtig wach ist. Jedenfalls verfällt er nicht in Panik, sondern sucht nach banalen Erklärungen für sein Unwohlsein. Um viertel vor sieben fällt auch seiner Familie auf, dass er noch nicht weg ist, und sowohl seine Eltern als auch seine Schwester Grete klopfen daher mahnend an seine abgeschlossenen Zimmertüren. Er versucht sie zu beruhigen und stellt dabei fest, dass sich auch seine Stimme verändert hat, was er für die Vorboten einer Erkältung hält.


Mittlerweile ist es fast viertel nach sieben und Gregor schafft seinen neuen Körper aus dem Bett, als es klingelt und der Prokurist (besonderer Vertreter des Firmeninhabers) vor der Tür steht, um Gregor wegen des versäumten Zuges zur Rede zu stellen. Die Mutter will den Prokuristen beschwichtigen und behauptet daher, ihr Sohn sei krank. Außerdem betont sie sein Pflichtgefühl. Da Gregor seine Zimmertür immer noch nicht geöffnet hat, droht der Prokurist Gregor mit dem Verlust seines Arbeitsplatzes. Dies hätte für die ganze Familie fatale Folgen, da Gregor der Ernährer der Familie ist und zudem bei seinem Chef die Schulden seines Vaters abträgt. Gregor versucht sich durch die geschlossene Tür zu verteidigen, was aber misslingt, da niemand seine Tierstimme versteht. Die Mutter deutet das als schwere Krankheit und schickt ihre Tochter nach einem Arzt. Der Vater schickt noch das Dienstmädchen, um einen Schlosser zu holen, der die verschlossene Tür öffnen soll.


Während die anderen ungeduldig warten, gelingt es Gregor schließlich unter großer Anstrengung, die Tür mit dem Mund aufzuschließen und sich zu zeigen. Er hofft, dass sein Anblick dazu führt, dass die anderen die Verantwortung dafür übernehmen, wie es weitergeht. Doch seine Hoffnung wird enttäuscht. Der Prokurist flieht entsetzt, die Mutter wird ohnmächtig und der Vater weint zuerst, treibt seinen Sohn dann aber aus dem Wohnzimmer und schleudert ihn mit einem Fußtritt zurück in sein Zimmer. Dabei verletzt sich Gregor schwer an der Seite und am Bein.

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Die Verwandlung Teil 2


Der zweite Teil beginnt damit, dass Gregor am selben Abend, als es bereits dunkel ist, aus seinem ohnmachtsähnlichen Schlaf erwacht, weil er das Schließen seiner Zimmertür gehört hat. Als er sich verletzt hinschleppt und nachsieht, entdeckt er einen Napf mit Milch und Weißbrotstücken. Da es sich um sein Lieblingsgetränk handelt, vermutet er, dass ihm dies seine Schwester hingestellt hat, da er ein besonders inniges Verhältnis zu ihr hat. Er muss aber feststellen, dass sich auch sein Geschmack verändert hat, denn er findet die Milch widerwärtig. Außerdem bemerkt er, dass er sich in seinem Zimmer wegen der hohen Decke unwohl fühlt, daher schiebt er sich unter das Sofa, was er gleich behaglicher findet.


Seine Schwester Grete übernimmt sofort seine Versorgung und versucht als erstes herauszufinden, was Gregor überhaupt schmeckt. Sie bringt ihm Essen und räumt auf, allerdings kommt sie dabei weder ihrem Bruder nahe, noch fasst sie etwas mit den Händen an, sondern benutzt Besen und Eimer. Da sie ihm nur etwas bringt, wenn alle schlafen oder außer Haus sind, unterstellt Gregor ihr ein besonderes Feingefühl.
Gregor ist immer nur in seinem Zimmer und nimmt damit nicht mehr am Familienleben teil, bekommt aber hinter der Tür sämtliche Gespräche mit. So erfährt er, dass der Vater beim Zusammenbruch seines Geschäfts ein wenig Geld retten konnte und auch von Gregors monatlichem Gehalt, das er daheim abgeliefert hat, etwas angespart wurde. Da dies alles aber nicht zum Leben reicht, ist es notwendig anderweitig Geld zu verdienen. Der Vater nimmt daher eine Stelle als Diener einer Bank an, die Mutter näht Wäsche für ein Modegeschäft und die Schwester findet eine Anstellung als Verkäuferin.


Seine Eltern kommen nie zu Gregor herein, aber als die Mutter ihren Sohn doch einmal besuchen will, wird sie sowohl vom Vater als auch von Grete davon abgehalten. Sie betritt das Zimmer erst, als die Schwester alle Möbel hinausräumen will, um Gregor Platz zum Kriechen zu verschaffen. Obwohl die Mutter Einwände hat, dass Gregor dadurch der letzte Rest Menschlichkeit abgesprochen wird, setzt Grete sich durch. Als Gregor dies hört, teilt er die Auffassung der Mutter und möchte etwas von seinen alten Sachen retten. Es hängt noch ein Bild an der Wand, welches er mit seinem Körper bedeckt und auf keinen Fall preisgeben will.


Als die beiden Frauen zurückkommen, um das nächste Möbelstück hinauszuräumen, fällt die Mutter bei seinem Anblick in Ohnmacht. Grete eilt sofort – gefolgt von Gregor – in den Nebenraum, um Riechessenzen zu holen, die die Mutter wieder auf die Beine bringen sollen. Sie sperrt auf dem Rückweg ihren Bruder aus seinem Zimmer aus, so dass dieser gezwungen ist, im Wohnzimmer zu bleiben. Als dann der Vater von seiner neuen Arbeit als Bankdiener nach Hause kommt und von dem Vorfall hört, ist er dermaßen wütend, dass er Gregor erst mit großen Schritten durch das ganze Zimmer treibt und ihn dann mit Äpfeln bewirft. Ein Apfel dringt tief in den Rückenpanzer ein und verletzt Gregor lebensgefährlich. Er hört erst auf zu werfen, als die aus ihrer Ohnmacht erwachte Mutter sich dem Vater förmlich entgegenwirft und um Gregors Leben fleht.


Die Verwandlung Teil 3


Der dritte Teil beginnt damit, dass sich Gregors Leben durch die Apfelattacke etwas verbessert hat, denn am Abend wird nun die Tür zum Wohnzimmer ein Stück geöffnet, so dass er von Ferne am Familienleben teilnehmen darf. Mit der früheren Gemütlichkeit haben die Abende aber nichts mehr zu tun. Meist sind alle sehr still oder sprechen über Geld. Es war beispielsweise nötig, Schmuckstücke zu verkaufen und das Dienstmädchen zu entlassen. Die zusätzliche Arbeit übernimmt die Mutter. Unterstützt wird sie von einer Bedienerin, die morgens und abends mit den schwersten Arbeiten hilft. Außerdem wurde noch ein Raum an drei Zimmerherren vermietet.


Gesundheitlich geht es Gregor immer schlechter, er leidet unter der Wunde in seinem Panzer und der sozialen Isolation. Er schläft fast nicht mehr und isst auch so gut wie gar nichts mehr, was auch daran liegt, dass er von Grete vernachlässigt wird. Sie besteht einerseits darauf, als einzige nach ihrem Bruder zu sehen, macht aber sein Zimmer nicht mehr sauber und stellt ihm nur noch irgendetwas zu Essen hin, ohne sich um seinen Geschmack zu kümmern. Dabei hätte sie das Aufräumen leicht der Bedienerin überlassen können, da diese keine Angst vor Gregor hat und sogar täglich kurz zu ihm hereinschaut. Platz hat er auch immer weniger, da sein Zimmer als Abstellraum für alles Mögliche genutzt wird und sich niemand die Mühe macht, ihm genügend Raum zum Kriechen zu lassen. Gregor selbst findet das aber gar nicht so schlimm, da er sich gerne damit beschäftigt, die Kisten hin und her zu schieben.


Eines Abends spielt Grete seit längerem wieder auf ihrer Geige und Gregor verlässt sein Zimmer, weil ihn ihr Spiel berührt und er ihr nahe sein will. Die drei Zimmerherren hören Grete ebenso wie der Rest der Familie zu und werden auf den sich nähernden Gregor aufmerksam. Sie verlangen Erklärungen von Herrn Samsa und kündigen sofort, als der Vater ihnen gegenüber respektlos wird.


Als die Familie dann allein im Wohnzimmer ist, fordert die Schwester vehement, das „Untier“ zu entfernen. Da der Vater zögert, führt sie aus, dass das nicht mehr Gregor sei und dieses Tier auch nichts verstünde und es die Wohnung einnehmen wolle, um die Familie zu vertreiben. Gregor will jedoch nichts dergleichen und schleppt sich als Zeichen seines guten Willens in sein Zimmer zurück. Sobald er drinnen ist, schließt Grete schnell hinter ihm ab. Er stirbt noch in derselben Nacht, während er voller Liebe an seine Familie denkt. Die Bedienerin findet seine Leiche am nächsten Morgen und entsorgt sie.


Die Familie ist zunächst ein wenig traurig über seinen Tod und macht dann einen Ausflug ins Grüne, um sich von den überstandenen Strapazen zu erholen. Dabei machen sich alle Gedanken über die sich abzeichnende erfreuliche Zukunft. Sie planen, in eine praktischere Wohnung zu ziehen und die Eltern denken daran, die Tochter zu verheiraten.

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Autorin: Kirsten Schwebel

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