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Gesagtes so genau wie möglich wiedergeben, ist auch im Französischen sprachlich sehr wichtig. Deshalb möchten wir euch hier nun erklären, wann ihr die indirekte Rede verwendet, wie man sie im Französischen bildet und welche Besonderheiten es gibt. Mit Beispielen könnt ihr am Ende dann noch einmal genau sehen, wie die indirekte Rede funktioniert und euch an den Übungsaufgaben versuchen. Die indirekte Rede – Präsens Die indirekte Rede - Vergangenheit
Die indirekte Rede im Präsens – le discours indirect au présentDie indirekte Rede wird im Französischen dazu benutzt, Gesagtes wiederzugeben. Auch werden Gedankengänge mit der indirekten Rede dargestellt.
Aussagesätze
Um euch gleich einmal zu zeigen, was genau wir mit der indirekten Rede meinen, geben wir euch zu Beginn ein Beispiel:
Im Deutschen funktioniert die indirekte Rede wie folgt:
| Direkte Rede: Laurent: „Es ist kalt.“ | Indirekte Rede: Laurent sagt, dass es kalt ist. |
Im Französischen funktioniert es genauso:
| Discours direct: Laurent: „Il a froid.“ | Discours indirect: Laurent dit qu’il a froid. |
Eigentlich ist das recht einfach. Man gibt wieder, was Laurent gesagt hat. Hierzu benutzt man die gleiche Zeitform, in diesem Fall die Gegenwart. Außerdem setzt man den Sprecher als Subjekt ein und verbindet ihn mit dem Gesagten durch ein Wort wie „sagt“ oder „meint“ oder „erzählt“.
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, die indirekte Rede einzuleiten:
| sagen | dire | | meinen | estimer | | erzählen | raconter | | fragen | demander | | denken | penser | | vermuten | supposer / soupconner | | hoffen | espérer |
Wenn man den Sprecher und das Meinungswort miteinander verbunden hat, folgt die Einleitung des Inhalts. Das beginnt mit „que“, daraufhin folgt der Inhalt in der gleichen Zeit, der Gegenwart.
Wir merken uns also:
Indirekte Rede = Sprecher + Verb + que + Inhalt
Einige Beispiele sollen euch das oben erklärte noch einmal zeigen:
Julie:
| „Ich habe Hunger.“ | Julie sagt, dass sie Hunger hat. | Julie:
| „J’ai faim.“ | Julie dit qu’elle a faim. |
| Isabelle: | „Das ist nicht mein Auto.“ | Isabelle sagt, dass es nicht ihr Auto ist. | | Isabelle: | „Ce n’est pas ma voiture.“ | Isabelle dit que ce n’est pas sa voiture. |
Frage- und Antwortsätze Das war nun die indirekte Rede bei normalen Aussagesätzen. Was passiert aber, wenn ihr eine Frage in die indirekte Rede umwandeln sollt? Das wollen wir euch nun erklären:
Ja oder Nein?
Eine einfache Frage, auf die mit Ja oder Nein geantwortet werden kann, wird im Deutschen meist mit „fragen“ und dem Wort „ob“ in die indirekte Rede gesetzt. Im Französischen ist es das Gleiche:
| Laurent: „Ist es kalt?“ | Laurent fragt, ob es kalt ist. | | Laurent: „Est-ce qu’il a froid?“ | Laurent demande s’il a froid. |
Hier findet ihr Wörter, mit welchen die indirekte Rede eines Fragesatzes eingeleitet werden kann:
| fragen | demander | | nachfragen | redemander | | informieren wollen | s’informer de quelquechose | | wissen wollen | vouloir savoir | | erfahren wollen | faire savoir |
Wenn man den Sprecher und das Meinungswort miteinander verbunden hat, folgt die Einleitung des Inhalts der Frage. Das beginnt mit „si“, daraufhin folgt der Inhalt in der gleichen Zeit, der Gegenwart.
Wir merken uns:
Indirekte Rede einer Frage = Sprecher + Verb + si + Inhalt
Auch hier haben wir wieder einige Beispiele für euch zusammengestellt:
| Isabelle: „Gibt es noch Brot?“ | Isabelle fragt, ob es noch Brot gibt.
| | Isabelle: „Est-ce qu’il y a encore du pain?“ | Isabelle demande, s’il y a encore du pain. | | | | | Julie: „Ist das mein Auto?“ | Julie möchte wissen, ob es ihr Auto ist. | | Julie: „Est-ce que c’est ma voiture?“ | Julie veut savoir si c’est sa voiture. | | | | | Laurent: „Haben wir Ferien?“ | Laurent fragt, ob sie Ferien haben. | | Laurent: „Est-ce qu’on a des vacances?“ | Laurent demande si on a des vacances. |
Wann oder Wo?
Natürlich gibt es nicht nur Fragen, auf die mit Ja oder Nein geantwortet werden kann. Oft werden auch nach Uhrzeiten oder Orten gefragt. Um diese Fragen in die indirekte Rede umzuwandeln, haben wir euch hier nun alles Wichtige dazu zusammengefasst.
Im Deutschen fragt man häufig: „Wo ist…“ und wenn die Frage weitergegeben wird, so wird auch in der indirekten Rede das Wort „wo“ benutzt. Im Französischen verhält es sich genauso: Julie: „Wo ist mein Auto?“
| Julie fragt, wo ihr Auto ist. | | Julie: „Où est ma voiture?“ | Julie demande où sa voiture est. |
Das französische Verbindungswort in der indirekten Rede einer Fragestellung ist also „où“.
Das gleiche Schema findet sich auch in der Frage nach der Zeit. Hier wird im Deutschen mit „Wann“ gefragt. Auch im Französischen benutzt man das Fragewort „quand“. | Isabelle: „Wann fahren wir?“ | Isabelle fragt, wann wir fahren. | | Isabelle: „Quand est-ce qu’on part?“ | Isabelle demande quand on part. |
Auch hier könnt ihr wieder die gleichen Verbindungswörter benutzen, wie bei den anderen Fragen. | fragen | demander
| | nachfragen | redemander | | informieren wollen | s’informer de quelquechose
| | wissen wollen | vouloir savoir | | erfahren wollen | faire savoir |
Wenn man den Sprecher und das Meinungswort miteinander verbunden hat, folgt die Einleitung des Inhalts der Frage. Das beginnt mit „où“ oder „quand“, daraufhin folgt der Inhalt in der gleichen Zeit, der Gegenwart.
Wir merken uns: | Indirekte Rede einer Frage nach einem Ort | = Sprecher + Verb + où + Inhalt | | Indirekte Rede einer Frage nach einem Zeitpunkt | = Sprecher + Verb + quand + Inhalt |
Die Beispiele dazu: | Laurent: „Wo ist die Schule?“ | Laurent fragt, wo die Schule ist. | | Laurent: „Où est l’école?“ | Laurent demande où l’école est. | | | | Isabelle: „Wo geht ihr hin?“
| Isabelle möchte wissen, wo ihr hingeht. | | Isabelle: „Où allez vous?“ | Isabelle veut savoir où vous allez. | | | | | Julie: „Wann haben wir Sport?“ | Julie fragt, wann wir Sport haben. | | Julie: „Quand est-ce qu’on a le sport?“ | Julie demande quand on a le sport. | | | | | Marc: „Wann geht ihr?“ | Marc fragt, wann ihr geht. | | Marc: „Quand partez-vous?“ | Marc demande quand vous partez. |
Die Frage „Was?“
Im Französischen gibt es ein Frageschema, das nach Dingen fragt. Es wird mit „qu’est-ce que“ eingeleitet. Auch dieses kann in die indirekte Rede umgewandelt werden. Laurent: „Was macht ihr?“
| Laurent fragt, was ihr macht. | Laurent: „Qu’est-ce que vous faites?
| Laurent demande ce que vous faites. |
Hier wird, wie auch schon in den vorherigen Schemen der indirekten Rede, wieder der Satz umgebaut und der Sprecher, das Verbindungswort mit „que“ und dem Inhalt verbunden.
Wir merken uns:
Indirekte Frage nach einer Sache = Sprecher + Verb + ce que + Inhalt
Hier nun einige Beispiele:
| Isabelle: Was wollt ihr? | Isabelle will wissen, was ihr wollt | | Isabelle: „Que voulez vous?“ | Isabelle veut savoir ce que vous voulez | | | | | Julie: „Was ist passiert?“ | Julie fragt, was passiert ist. | | Julie: „Qu’est-ce qui se passe?“ | Julie demande ce qui se passe. |
Die indirekte Rede in der Vergangenheit – le discours indirect au passéIhr habt in unserem Abschnitt über die indirekte Rede ja schon kennengelernt, wann ihr die indirekte Rede in der Gegenwart verwendet. Jetzt möchten wir euch zeigen, wie ihr die indirekte Rede in der Vergangenheit benutzen könnt.
Die Verwendung der indirekten Rede in der Vergangenheit hat die gleichen Grundlagen wie die indirekte Rede in der Gegenwart.
Die indirekte Rede in der Vergangenheit wird im Sprachgebrauch am häufigsten verwendet. Man hört etwas und gibt es dann in der Vergangenheitsform wieder. „Ich habe gehört“ oder „Er hat gesagt“ sind die gängigsten Ausdrücke im Deutschen. Im Französischen ist es ähnlich.
Beispiel: | Laurent: „Es ist mein Auto.“ | Laurent hat gesagt, dass es sein Auto war. | Laurent: „C’est ma voiture.“
| Laurent a dit que c’était sa voiture. |
Ihr seht, sobald ihr das Verbindungswort in die Vergangenheit setzt, müsst ihr automatisch auch das Gesagte in die Vergangenheitsform übertragen. Laurent sagt wortwörtlich, dass es sein Auto ist. Dann geht ihr zu einem Freund von euch und erzählt ihm, was Laurent gesagt hat. Ihr sagt also „Laurent hat gesagt, dass es sein Auto war.“ Das ist grammatikalisch korrekt.
Hier zeigen wir euch, in welche Form der Vergangenheit ihr das Gesagte umwandeln müsst:
Présent -> Imparfait
Il dit: „Il pleut.” Il a dit qu’il pleuvait.
Passé Composé -> Plus-que-Parfait
Il dit: „Il a plu.” Il a dit qu’il avait plu.
Futur proche -> “aller” à l’imparfait + infinitif
Il dit: „Il va pleuvoir.” Il a dit qu’il allait pleuvoir.
Futur simple -> Conditionnel
Il dit: „Il pleuvra.” Il a dit qu’il pleuvrait. Weitere Beispiele sollen euch wieder genauer zeigen, wie ihr die indirekte Rede bildet: | „Das ist ein Tag wie jeder anderer.“ | Er sagte, dass es ein Tag wieder jeder andere war.“ | | „C’est un jour comme tous les autres.“ | Il a dit que c’était un jour comme les autres. | | | | | „Er ist ein guter Junge gewesen.“ | Er sagte, dass er ein guter Junge gewesen ist.
| | „Il a été un bon garcon.“ | Il a dit qu’il avait été un bon garcon. | | | | „Ich werde kochen.”
| Er sagte, dass er kochen wird. | | „Je vais faire la cuisine.” | Il a dit qu’il allait faire la cuisine. |
Aber:
Im Deutschen werden Tatsachen nicht in die Vergangenheit gesetzt. So wird gesagt „Er ist deutsch“ und so wird es auch in der indirekten Rede wiedergegeben. „Er sagte, dass er deutsch ist.“ Im Französischen allerdings ist es anders. Hier wird der Struktur der Umwandlung gefolgt. | „Ich bin deutsch.“ | Er sagte, dass er deutsch ist. | | „Je suis allemand.“ | Il a dit qu’il était allemand. |
Das Wichtigste zusammengefasst:
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