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Der Fliegenpilz

Geschrieben von: Dennis Rudolph
Sonntag, 03. Mai 2015 um 15:09 Uhr

Achtung: Dieser Pliz ist giftig

Der Fliegenpilz ist ein giftiger Pilz aus aus der Familie der Wulstlingsverwandten. Diese Pilzart bildet eine eigene Familie der Knollenblätterpilzartigen mit einigen giftigen Arten, zu denen der Fliegenpilz zählt.


Der Fliegenpilz wird wegen verschiedener Dinge als „Fliegenpilz“ bezeichnet. Eine weniger biologische als kulturelle Definition ist die Bezeichnung als „Fliegenfänger“. Dieser Name kommt von der Fliegen anlockenden Wirkung des Pilzes, wenn man ihn klein schneidet und in gezuckerte Milch einlegt. Die Fliegen trinken von der Milch und sterben kurz danach. Dabei muss jedoch die Konzentration des Pilzes in der Milch relativ hoch gehalten sein.

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Merkmale

Der Hut des Fliegenpilzes kann 20 Zentimeter Breite erreichen, ist leuchtend rot und mit weißen Tupfen bedeckt. Diese Tupfen sind Velumreste, die sich auf dem Hut ablagern. Das Velum ist eine dünne Membran, die den Pilzstil und den Pilzhut umschließt und sich über die Oberfläche spannt. Bei der Reifung des Pilzes zerreißt sie und Reste lagern sich auf dem Hut des Pilzes ab.

  • Die Lamellen des Fliegenpilzes sind weiß und weich.
  • Der bis zu 20 Zentimeter lange Stiel ist ebenfalls weiß.
  • Das Fleisch des Pilzes ist, genau wie die Lamellen und der Stiel weiß und sehr weich.


Vorkommen

Der Fliegenpilz wächst unter Fichten und Birken. In Wäldern findet man ihn dicht am Boden wachsend, dabei steht er oft allein oder in kleinen Gruppen mit Pilzen seiner Art.

Gifte

Der Fliegenpilz wird durch verschiedene Gifte zu einem gefährlichen Pilz.

Ibotensäure
Dieses Gift ist eine psychoaktive Aminosäure und wird auch Prämuscimol genannt. Dabei handelt es sich um eine sich leicht zersetzende Substanz, die beim Trocknen zu Muscimol wird, deshalb auch der Name „Prämuscimol“ (Vor-Muscimol). Der Fliegenpilz beinhaltet diese Gift, jedoch ist es unterschiedlich konzentriert. Ibotensäure ist im Stiel und im Hut geringer konzentriert als in Fleisch und Lamellen. Die Wirkung von Ibotensäure ist schwach, Unwohlsein ist das Resultat bei Kontakt mit Ibotensäure.
Muscimol
Wenn Ibotensäure decarboxyliert, entsteht Muscimol. Bei der Decarboxylierung wird ein Molekül in ein Kohlenstoffdioxidmolekül umgewandelt. Diese chemische Reaktion lässt Muscimol aus Ibotensäure entstehen. Dieses Gift ist 5 bis 6mal stärker als Ibotensäure. Muscimol wirkt halluzinogen, kann Tobsuchtsanfälle hervorrufen, sowie zu Bewusstseinsstörungen führen.

Der Fliegenpilz ist zwar nur in den seltensten Fällen tödlich wirkend, doch ist der Pilz auf gar keinen Fall für den Verzehr geeignet, man sollte Kontakt mit diesem Pilz vermeiden!!

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