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Der Sandmann: Vater - Charakterisierung 

Geschrieben von: Dennis Rudolph
Mittwoch, 19. Juli 2017 um 19:09 Uhr

Nathanaels Vater ist ein ruhiger und ausgeglichener Mann, der von seiner Familie für seine bedächtige Art sehr geschätzt wird. Die Kinder lieben es besonders, wenn er abends Geschichten erzählt und alle beieinander sind.
Die folgende Charakterisierung geht näher auf den Vater ein.

Der Vater ist ein Familienmensch, der seine Liebsten gerne um sich hat. Deshalb nimmt er seine Familie nach dem Abendessen mit in sein Arbeitszimmer. Dort raucht er Pfeife, trinkt ein Glas Bier und erzählt voller Eifer Geschichten, so dass er darüber oft das Rauchen vergisst und ihm die Pfeife ausgeht. Für seinen Sohn Nathanael ist es dann ein besonderer Spaß, sie ihm immer wieder anzuzünden.


Neben dieser ruhigen Seite hat der Vater aber auch einen ausgeprägten Forscherdrang, weswegen er zusammen mit dem alten Advokaten Coppelius alchemistische Versuche durchführt. Zu diesem Zweck hat er in seinem Arbeitszimmer sogar ein verstecktes Labor eingebaut. Die Kinder sollen davon nichts mitbekommen und werden daher an den Abenden, an denen Coppelius kommt, früher ins Bett geschickt.


In Bezug auf die Experimente ist Coppelius die treibende Kraft, auch wenn der Vater die Räumlichkeiten zur Verfügung stellt und einiges an Geld investiert. Dass er (mittlerweile) nicht mehr so überzeugt davon ist, merkt man daran, dass er an den Abenden, an denen weitere Versuche anstehen, sehr schweigsam ist. Er drückt den Kindern dann Bilderbücher in die Hand und raucht viel. Weshalb er Coppelius nicht sagen kann, dass er eigentlich damit aufhören will, bleibt offen.

Dass der Advokat das Sagen hat, merkt man daran, dass der Vater nur durch Flehen verhindern kann, dass dieser Nathanael die Augen ausreißt, als er ihn beim heimlichen Beobachten ihrer Experimente erwischt. Der Vater kann ihm nicht deutlich sagen, dass er aufhören soll. Auch wenn Coppelius mal zu Mittagessen kommt, verhält er sich diesem gegenüber so, als ob er ein höheres Wesen wäre. Er lässt das beste Essen auftischen und die teuersten Weine ausschenken. Auch duldet er, dass Coppelius seine Kinder ärgert, denn ihm dürfte nicht entgangen sein, dass diese ihn abstoßend finden. Außerdem toleriert er, dass der Advokat sie als kleine Bestien bezeichnet.


Erst vor dem letzten Besuch von Coppelius scheint der Vater entschlossen zu sein, sich nicht mehr an den Experimenten zu beteiligen. Er verspricht seiner Familie, dass dies das letzte Mal sein wird, dass er Versuche mit dem Advokaten durchführt. Zu diesem Zeitpunkt kann er allerdings nicht ahnen, dass sich das dadurch bewahrheitet, dass er an diesem Abend durch eine Explosion stirbt.


Autorin: Kirsten Schwebel

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