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Nomen ( Grammatik )

Geschrieben von: Dennis Rudolph
Donnerstag, 05. Mai 2011 um 21:48 Uhr

Mit dem Nomen befassen wir uns in diesem Artikel. Dabei wird eine Erklärung bzw. Definition für ein Nomen gegeben und viele Beispiele angeführt. Auch wird erläutert, was man unter den Kasusformen zu verstehen hat. Dieser Artikel gehört zu unserem Bereich Deutsch.

In Sprachen unterscheidet man verschiedene Arten von Worten. Eine davon ist das Nomen, oft auch Substantiv oder Hauptwort genannt. Viele der Wörter aus dem täglichen Sprachgebrauch sind Nomen. Im nun Folgenden soll genauer erklärt werden, was man unter Nomen zu verstehen hat. Auch geht es um die Artikel der Nomen, Einzahl und Mehrzahl sowie den Kasus.

Erklärung als Video:
Dieses Thema liegt auch als Video vor. In diesem geht es um Nomen, das grammatikalische Geschlecht, Kasus und mehr. Per Button kann auch in den Vollbildmodus gewechselt werden. Das Video ist auch direkt in der Sektion Nomen Video aufrufbar. Bei Abspielproblemen hilft der Artikel Video Probleme.

Nomen Definition / Erklärung

Mit Nomen werden Lebewesen, Dinge oder auch Pflanzen bezeichnet. Ein Nomen kann Gegenständliches und Nichtgegenständliches bezeichnen. Sie werden großgeschrieben.

Beispiele Nomen:

  • Lebewesen: Vater, Mutter, Katze, Hund
  • Dinge: Auto, Ball, Tisch, Fernseher, Zeitung
  • Pflanzen: Kaktus, Efeu

Man kann diese Wortart auch durch einen Sammelnamen zusammenfassen. Kleidung wäre ein solcher Sammelname, denn unter Kleidung versteht man Hosen, Oberteile, Jacken etc. Kleidung wäre hier also ein Oberbegriff. Weitere Beispiele für Sammelnamen wären Süßigkeiten, Werkzeuge, Essen etc.

Die Artikel der Nomen, Einzahl & Mehrzahl

Nomen haben ein bestimmtes Geschlecht ( Genus ). Man darf dieses Geschlecht nicht mit dem biologischen Geschlecht verwechseln. In der Biologie unterscheidet man zwischen Mann und Frau. Hier geht es allerdings um das grammatikalische Geschlecht. Man unterscheidet in der deutschen Grammatik zwischen Maskulinum ( männlich ), Femininum ( weiblich ) und Neutrum ( sächlich ). Man sieht dies an den Artikeln der, die und das.

Beispiele Nomen mit Artikel:

  • Männlich: der Hund, der Herd, der Schlüssel
  • Weiblich: die Pflanze, die Luft, die Erde
  • Sächlich: das Zimmer, das Telefon, das Bett

Wie man hier klar sehen kann, hat das biologische Geschlecht mit dem grammatikalischen Geschlecht nichts zu tun. Ein Herd ist sicher kein Mann und keine Frau. Der Artikel ist dennoch "der". Und als Hund bezeichnet man oft sowohl einen männlichen als auch einen weiblichen Hund. Im Deutschen steht dennoch "der" vor Hund.

Durch die Zahl ( Numerus ) eines Nomens wird angegeben, ob das bezeichnete Ding oder Lebewesen nur ein Mal oder mehrfach vorkommt. Man unterscheidet also zwischen Einzahl ( Singular ) und Mehrzahl ( Plural ). Dies kann auch Einfluss auf den Artikel haben. Auch hier dürften Beispiele für ein besseres Verständnis sorgen.

Beispiele Einzahl und Mehrzahl mit Artikel:

  • das Haus, die Häuser
  • das Blatt, die Blätter
  • der Wald, die Wälder

Es gibt auch Nomen, die nur im Plural vorkommen. Man spricht dann von Pluraliatantum.

Beispiele Pluraliatantum:

  • die Spaghetti
  • die Ferien
  • die Leute

Die vier Fälle des Nomens

Wenn ein Nomen in einem Satz verwendet wird, dann steht es in einem bestimmten Fall ( Kasus ). Man unterscheidet dabei vier verschiedene Fälle. Dies sind Werfall, Wesfall, Wemfall und Wenfall. Dies ist leider nicht ganz so einfach zu verstehen. Aus diesem Grund sehen wir uns im nun Folgenden mehrere Beispiele hierzu an. Zuvor jedoch eine kurze Übersicht:

  • 1. Fall / Werfall ( Nominativ ): der Kaffee
  • 2. Fall / Wesfall ( Genitiv ): des Kaffees
  • 3. Fall / Wemfall ( Dativ ): dem Kaffee
  • 4. Fall / Wenfall ( Akkusativ ): den Kaffee

In einigen Fällen - wie beim Kaffee - kann man den Fall am Nomen, den Artikeln, Pronomen und Adjektiven ablesen. Das klappt leider nicht immer. Und aus diesem Grund benötigt man eine weitere Möglichkeit um den Fall herauszufinden. Diese nennt man Frageprobe und sie wurde bereits bei den vier Fällen angedeutet. Hier noch einmal in einer anderen Darstellung:

  • Wer? / Was? = Nominativ ( 1. Fall )
  • Wessen? = Genitiv ( 2. Fall )
  • Wem? = Dativ ( 3. Fall )
  • Wen? / Was? = Akkusativ ( 4. Fall )

Beispiele:

  • Der Steuerberater gibt dem Mandanten seine Steuererklärung.
  • Wer gibt dem Mandanten eine Steuererklärung?
  • 1. Fall ( Nominativ )

  • Martins Vater gibt dem Polizisten eine Information.
  • Wessen Vater gibt dem Polizisten eine Information?
  • 2. Fall ( Genitiv )

  • Die Mutter macht ihrem Kind etwas zu essen.
  • Wem macht die Mutter etwas zu essen?
  • 3. Fall ( Dativ )

  • Der Chef gibt seinem Mitarbeiter ein Blatt Papier.
  • Was gibt der Chef seinem Mitarbeiter?
  • 4. Fall ( Akkusativ )

Die Sache hat noch einen weiteren Haken. Nach dem 1. Fall und dem 4. Fall - also nach Nominativ und Akkusativ - kann man mit "was" fragen. Daher führen wir hier nun noch die Ersatzprobe ein. Bei dieser ersetzt man das Nomen durch ein männliches Nomen in der Einzahl und den Artikel. Man beachte die unterstrichenen Teile in der folgenden Auflistung:

  • 1. Fall / Werfall ( Nominativ ): der Kaffee
  • 2. Fall / Wesfall ( Genitiv ): des Kaffees
  • 3. Fall / Wemfall ( Dativ ): dem Kaffee
  • 4. Fall / Wenfall ( Akkusativ ): den Kaffee

Beispiel:

  • Dieser PC stellt jedes andere Modell leicht in den Schatten.
  • Dieser PC stellt den Computer leicht in den Schatten.
  • Wegen "den" liegt hier der 4. Fall ( Akkusativ ) vor.

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