Nominativ Beispiele und Verwendung

Geschrieben von: Dennis Rudolph
Samstag, 21. November 2020 um 21:40 Uhr

Dieser Artikel befasst sich mit dem Nominativ. Es wird erklärt, was man unter dem Nominativ versteht, wie man ihn bildet und erkennt. Zum besseren Verständnis gibt es Beispiele. Dieser Artikel gehört zu unserem Bereich Deutsch.


Der Nominativ ist einer der vier Fälle (Kasus) des Nomens. Der Nominativ ist der 1. Fall. Er wird auch Wer-Fall genannt, da man nach ihm mit Wer oder was…? fragt. Die anderen Fälle sind Genitiv (2. Fall, Wes-Fall), Dativ (3. Fall, Wem-Fall) und Akkusativ (4. Fall, Wen-Fall). Im Nominativ stehen können alle deklinierbaren Wortarten, also Nomen (Haus), Artikel (das, eine), Pronomen (ihr, mich, dasselbe, dein), Adjektive (groß) und Numerale (neun). Benötigt wird der Kasus, um Sätze zu bilden. Der Nominativ wird für das Subjekt gebraucht, da es immer im Nominativ steht.

Beispiele Nominativ:
Die kleine Katze ist niedlich.
Frage: Wer oder was ist niedlich?
Antwort: die kleine Katze (= Nominativ)

Ben liebt Anna.
Frage: Wer oder was liebt Anna?
Antwort: Ben (= Nominativ)

Wir fahren mit dem Bus zur Schule.
Frage: Wer oder was fährt mit dem Bus zur Schule?
Antwort: wir (=Nominativ)

Das geht dich nichts an.
Frage: Wer oder was geht dich nichts an?
Antwort: das (= Nominativ)

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Verwendung des Nominativs

Der Nominativ wird im Satz für das Subjekt gebraucht, da es immer im Nominativ steht. Daneben kommt der Nominativ in folgenden Satzsituationen zum Einsatz:

  • Prädikativ (Gleichsetzung) zum Subjekt: Karl wird Lehrer.
  • Apposition (nähere Bestimmung) zum Subjekt: Lisa, ein kleines Mädchen, sammelt Steine.
  • Anrede: Sarah, ich möchte deine Hausaufgaben sehen.

Bildung des Nominativs
In Bezug auf die Bildung des Nominativs ist nur der Plural zu beachten, da der Nominativ Singular die Grundform ist, wie sie im Wörterbuch steht. Zur Pluralbildung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Häufig wird -en angehängt (der Student – die Studenten,) oder der Plural wird mit Ablaut und der Endung -er gebildet (das Buch – die Bücher).

Autorin: Kirsten Schwebel