Objekte (Deutsch)

Geschrieben von: Dennis Rudolph
Mittwoch, 23. Juni 2021 um 18:22 Uhr

Bei den Objekten gibt es solche, die vom Prädikat gefordert werden und solche, die den Satz erweitern, ohne gefordert zu werden. Es gibt vier verschiedene Objekte, die wir hier genauer erklären. Dieser Artikel gehört zu unserem Bereich Deutsch.

Ein grammatisch vollständiger Satz besteht normalerweise aus Subjekt und Prädikat. Allerdings fordern viele Verben für die Vollständigkeit des Satzes zusätzlich noch Objekte. Auch ohne die Forderung des Verbs können Objekte Sätze erweitern. Es gibt vier verschiedene Arten von Objekten: Dativobjekt, Akkusativobjekt, Genitivobjekt und Präpositionalobjekt, die im Folgenden näher erklärt werden.


Akkusativobjekt

Das Akkusativobjekt ist das häufigste Objekt im Deutschen. Man fragt nach ihm mit „Wen oder was?“ (Ich mag dich. – Wen mag ich? – Dich.). Es kann einen Satz frei ergänzen, aber es steht immer bei transitiven Verben. Das sind solche Verben, die den Akkusativ fordern, wie z.B. finden, vergessen, kaufen, lieben, lesen, besuchen, spielen oder machen. Auch ein ganzer Nebensatz kann ein Akkusativobjekt sein. Man spricht dann von einem Objektsatz.

Nebensätze, die ein Akkusativobjekt sein können, sind dass-Sätze (Ich glaube, dass du spinnst.), Infinitivkonstruktionen (Er glaubte, ein Gespenst zu sehen.) und weitere Nebensätze, die z.B. mit „ob“ oder „wie“ beginnen (Ich weiß nicht, ob das stimmt. Er weiß, wie das geht.). Erfragt werden die Objektsätze genauso wie ein Akkusativobjekt, das kein Nebensatz ist (Ich will nicht, dass du gehst. – Was will ich nicht? – Dass du gehst.).


Es gibt auch Verben, die zwei Akkusativobjekte haben können. Dazu gehören: lehren, kosten, schelten, rufen oder nennen (Das kostet mich zwei Jahre meines Lebens. – Wen kostet es zwei Jahre meines Lebens? – Mich. und: Was kostet mich das? – Zwei Jahre meines Lebens.).


Dativobjekt


Nach dem Dativobjekt fragt man mit „Wem?“ (Er reichte mir das Salz. – Wem reichte er das Salz? – Mir.). Es steht bei Verben, die mehrere Objekte fordern, wie z.B. „schenken“. Man erkennt das daran, dass der Satz „Er schenkte.“ nicht vollständig ist. Es muss ergänzt werden wem was geschenkt wird.

Also erst mit zwei Objekten haben wir einen grammatisch vollständigen Satz (Er schenkte mir ein Buch.). Außerdem steht ein Dativobjekt in Sätzen mit intransitiven Verben. Das sind Verben, die kein Akkusativobjekt haben können und kein persönliches Passiv bilden, wie z.B. helfen, danken, folgen, warten oder schlafen.


Genitivobjekt:

Nach dem Genitivobjekt fragt man mit „Wessen?“ (Wir gedachten der Opfer in einer Schweigeminute. – Wessen gedachten wir in einer Schweigeminute? – Der Opfer.). Das Genitivobjekt wird nur noch selten gebraucht und häufig durch ein Präpositionalobjekt ersetzt (statt Genitivobjekt: Er erinnerte sich kaum seines Opas. heute mit Präpositionalobjekt: Er erinnerte sich kaum an seinen Opa.). Es gibt auch nur noch wenige Verben, die den Genitiv nach sich fordern. Beispiele sind anklagen, gedenken, beschuldigen, sich rühmen, überführen, entbehren, annehmen oder sich enthalten. In Redewendungen findet man den Genitiv allerdings noch häufiger (Das spottet jeglicher Beschreibung. Sie besann sich eines Besseren.).


Präpositionalobjekt:

Von einem Präpositionalobjekt spricht man immer dann, wenn das Verb im Prädikat eine bestimmte Präposition fordert, wie z.B. sich um jemanden kümmern oder mit etwas rechnen (Er kümmerte sich um seine Gäste. Wir rechnen mit dir.). Der Unterschied zum Adverbiale ist, dass das Präpositionalobjekt im Gegensatz zum Adverbiale eine feste Präposition fordert. Beim Adverbiale kann diese je nach Aussageabsicht wechseln (Ich gehe mit dir nach Hause. Ich gehe ohne dich nach Hause.).

Autorin: Kirsten Schwebel

Aufgaben (Übungen) Objekte

Aufgabe 1:

  • Welches ist das häufigste Objekt?
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