Subjekt und Prädikativ

Geschrieben von: Dennis Rudolph
Mittwoch, 23. Juni 2021 um 18:19 Uhr

Das Subjekt ist ein Satzglied, das immer benötigt wird, um Sätze zu bilden. Es ist der Satzgegenstand, über den das Prädikat eine Aussage macht. Das Prädikat ist ebenfalls ein Satzglied, das im Nominativ steht. In diesem Artikel werden beide näher erklärt. Dieser Artikel gehört zu unserem Bereich Deutsch.


Subjekt
Ein grammatisch vollständiger Satz besteht normalerweise aus Subjekt und Prädikat. Die anderen Satzglieder sind häufig optional, es sei denn, sie werden vom Prädikat gefordert. Das Subjekt besteht meistens aus einem Nomen oder Pronomen und steht immer im Nominativ, das ist der 1. Fall. Erfragt wird es mit „Wer oder was…?“. Im Satz steht das Subjekt entweder an erster Stelle vor dem Prädikat oder es folgt direkt auf das Prädikat bzw. den finiten (veränderbaren) Prädikatsteil.


Beispiele:

  • Ich habe heute schlecht geschlafen. (Wer oder was hat heute schlecht geschlafen? – Ich.)
  • Das Haus steht in der Schulstraße. (Wer oder was steht in der Schulstraße? – Das Haus.)
  • Mir gefällt dein Bild. (Wer oder was gefällt mir? – Dein Bild.)
  • Mein Großvater hat mir seine Briefmarkensammlung gezeigt. (Wer oder was hat mir seine Briefmarkensammlung gezeigt? – Mein Großvater.)
  • Torben, Lisa und Marten besuchen ihre Großeltern. (Wer oder was besucht seine Großeltern? – Torben, Lisa und Marten.)


Scheinsubjekt „es“

Es gibt aber auch Sätze, die kein persönliches Subjekt haben. Dies ist insbesondere bei den „Wetterverben“ und den intransitiven Verben der Fall. Statt eines Subjekts steht dort dann das Scheinsubjekt „es“.

Beispiele:

  • Morgen soll es regnen.
  • Es schneit schon wieder.
  • Es wurde viel gegessen.
  • Endlich soll es wieder Regen geben.
  • Es ist bewölkt.
  • Es beginnt etwas Neues.

Prädikativ / Gleichsetzungsnominativ

Es gibt Sätze, die scheinbar zwei Subjekte haben, weil es zwei Satzglieder im Nominativ gibt. Dabei ist aber nur eines das Subjekt und das andere das sogenannte Prädikativ oder auch Gleichsetzungsnominativ. Das ist ein separates Satzglied. Schauen wir uns dazu den folgenden Satz an: Mein Hund ist mein bester Freund. Hier kann man fragen: Wer oder was ist mein bester Freund? – Mein Hund.

Aber man kann auch fragen: Wer oder was ist mein Hund? – Mein bester Freund. Beide Satzglieder stehen also im Nominativ. Um herauszufinden, welches von beiden das Subjekt ist, muss man sich fragen, welches Satzglied der Handelnde ist. Hier ist dies „mein Hund“. Also ist „mein Hund“ das Subjekt und „mein bester Freund“ der Gleichsetzungsnominativ / Prädikativ.


Beispiele:

  • Peter wird Pilot. (Peter ist als Handelnder das Subjekt)
  • Du bist mein Held. (Du ist als Handelnder das Subjekt)
  • Früher war Elke Lehrerin. (Elke ist als Handelnde das Subjekt)
  • Ich heiße Karl-Friedrich. (Ich ist das Subjekt)
  • Er scheint ein Dieb zu sein. (Er ist das Subjekt)
  • Herr Müller gilt als Koryphäe auf seinem Gebiet. (Herr Müller ist das Subjekt)


Autorin: Kirsten Schwebel

Aufgaben (Übungen) Subjekt und Prädikativ

Aufgabe 1:

  • Welches Wort kann kein Subjekt sein?
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