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Mitose

Geschrieben von: Dennis Rudolph
Sonntag, 15. März 2015 um 12:09 Uhr

Mit der Mitose befassen wir uns in diesem Artikel. Dabei erklären wir euch, was man unter der Mitose versteht und wozu diese in der Natur dient. Dieser Artikel gehört zu unserem Bereich Biologie / Genetik.

Einzeller vermehren sich, in dem sich eine Zelle in zwei Tochterzellen teilt. Diese Tochterzellen wachsen im Anschluss auf die Größe der Ausgangszelle. Dabei entstehen zwei Tochterzellen, die genetisch mit der Originalzelle identisch sind. Den Teilungsvorgang ( Kernteilung ) bezeichnet man in der Biologie bzw. in der Genetik als Mitose.

Mitose

Der Chromosomensatz einer jeden Tochterzelle entspricht dem der Mutterzelle; aus diesem Grund sind die Tochterzellen genetisch identisch. Dies setzt voraus, dass während der Mitose eine Chromosomenhälfte und nicht ganze Chromosomen auf die nachfolgenden Zellen übergehen. Wie lange eine Mitose dauert, hängt vom Lebewesen und dem Zelltyp ab. In der Regel dauert die Mitose jedoch einige Stunden.

Im Bereich der Mitose fallen oftmals zwei weitere Begriffe, die jedoch nicht direkt zur Mitose dazu gehören und aus diesem Grund hier nur am Rande erwähnt werden: Cytokinese und Zellzyklus. Bei der Cytokinese wird das Cytoplasma geteilt. Unter einem Zellzyklus versteht man hingegen den Prozess vom Abschluss einer Mitose mit Bildung der Tochterzellen bis zum Ende einer folgenden Mitose.

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Ablauf der Mitose

Der Ablauf der Mitose findet in verschiedenen Schritten statt, mit denen wir uns in diesem Abschnitt beschäftigen möchten. In der Regel unterscheidet man bei der Mitose die folgenden Phasen: Prophase, Metaphase, Anaphase und Telophase.

Prophase:

Die Prophase stellt die erste Phase der Mitose dar und kann je nach Lebewesen und Zelltyp bis zu fünf Stunden in Anspruch nehmen. In der Prophase ziehen sich die Chromosomen stark zusammen. Dabei kondensieren sie und werden durch diesen Vorgang unter dem Lichtmikroskop sichtbar. Jedes Chromosom besteht vor der Teilung aus zwei identischen Strängen ( Chromatiden genannt ), die sich größtenteils voneinander trennen und nur noch durch einen so genannten Centromer zusammengehalten werden.

Nun beginnt die Ausbildung der Mitosespindel - manchmal auch Kernteilungsspindel genannt, die Spindelpole rücken auseinander und die Kernhülle und die Kernkörperchen zerfallen. Die Spindelfasern heften sich nun an die Zentromere der Chromatiden. Die Chromosomen liegen am Ende der Prophase frei.

Metaphase:

In der Metaphase findet eine Spiralisation statt, sprich die Chromosomen werden weiter schraubig verkürzt und verdickt. Die Chromosomen haben sich in einer Ebene angeordnet ( Äquatorialebene ) und die Schwesterchromatiden weisen zu den entgegengesetzten Spindelpolen. In der Metaphase ist es möglich, die verschiedenen Chromosomen nach Form und Größe zu unterscheiden. Die Spindelfasern heften sich von beiden Seiten an das Centromer.

Anaphase:

Die Chromatiden werden durch Verkürzung der Spindelfasern und die Unterstützung von Stemmfasern zunächst völlig voneinander getrennt und anschließend zu den beiden entgegengesetzten Polen gezogen. Hierdurch erhält jeder Pol einen Chromatidensatz. Die Dauer der Anaphase variiert stark von 2 bis 20 Minuten.

Telophase:

In der Telophase entschrauben sich die Chromatiden und entfalten sich. Sie gehen dadurch in die Arbeitsform über. Kernkörperchen und Kernmembran bilden sich neu. Nach der Zellteilung hat jede Tochterzelle die gleiche Anzahl von Chromosomen wie die Ausgangszelle.

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