Unterschied Reinerbig / Mischerbig

Geschrieben von: Dennis Rudolph
Donnerstag, 28. Dezember 2017 um 18:51 Uhr

Mit dem Unterschied zwischen reinerbig und mischerbig befassen wir uns in diesem Artikel. Dabei wird benötigtes Grundwissen zunächst vermittelt und dann geht es um den Unterschied dieser beiden Begriffe. Dieser Artikel gehört zu unserem Bereich Biologie / Genetik.

Um die Begriffe reinerbig und mischerbig richtig einordnen zu können, sollte man ein paar grundlegende Begriffe zur Genetik kennen. Diese tauchen bei der Erklärung des Unterschiedes dieser beiden Begriffe in der Regel auf und sollten daher verstanden werden.

Begriff der Genetik:

  • Homologe Chromosomen: Chromosomen sind die Träger der Erbanlagen. Sie bestehen aus einem DNA-Faden sowie Proteinen. Der Begriff homologe Chromosom bezeichnet ein Chromosom, das mit einem anderen Chromosom in Gestalt und Abfolge der Gene übereinstimmt.
  • Gen: Darunter versteht man einen Abschnitt des DNA-Moleküls, welche die Informationen für die Synthese eines Proteins enthält.
  • Allele: Allele oder auch allele Gene sind zwei verschiedene Zustandsformen eines Genes, die auf homologen Chromosomen den gleichen Ort einnehmen.
  • haploid und diploid: Körperzellen eines sich sexuell fortpflanzenden Organismus besitzen zwei Chromosomensätze und werden damit als diploid (2n) bezeichnet. Eine Zelle enthält also einen doppelten Chromosomensatz aus mütterlichen und väterlichen Erbanlagen. Keimzellen (Eizellen und Spermien) besitzen hingegen nur einen einfachen Chromosomensatz und sind damit haploid (1n). Es gibt jedoch auch Lebewesen - vor allem Pflanzen - die sogar triploid bzw. polyploid sind.
  • Dominant und rezessiv: Bei einem dominant-rezessiven Erbgang setzt sich ein Allel bei der Ausprägung eines Merkmals gegenüber einem anderen Allel durch. Das sich durchsetzende Allel wird als dominant bezeichnet, das andere als rezessiv.

Reinerbig und Mischerbig

Ein diploider Organismus besitzt von jedem Gen, das zum Beispiel die Blutgruppe oder Haarfarbe kodiert, zwei Kopien, im Normalfall eine von jedem Elternteil. Wenn beide Allele eines Individuums für ein bestimmtes Merkmal gleich sind, ist das Erbgut - bezogen auf dieses Merkmal - reinerbig. Liegen dagegen zwei verschiedene Allele vor, wird dies als mischerbig bezeichnet.

Ein Beispiel dafür sind die Untersuchungen von Gregor Mendel, die in den Mendelschen Gesetzen mündeten. Er untersucht zum Beispiel die Farben von Blüten. Wenn reinerbige rotblühende und reinerbige weißblühende Individuen gekreuzt werden, haben deren Nachkommen eine Erbanlage für weiß (von einem Elternteil ) und eine Erbanlage für rot (vom anderen Elternteil) vererbt bekommen, sie sind mischerbig. Läge in einem anderen Fall als Erbinformation ausschließlich die Farbe gelb vor, dann spricht man von reinerbig.  Lesetipp: Mendelsche Gesetze.

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