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Löslichkeit von Stoffen

Geschrieben von: Dennis Rudolph
Donnerstag, 28. Dezember 2017 um 18:51 Uhr

Die Löslichkeit von Stoffen wird in diesem Abschnitt behandelt. Dabei erklären wir euch, was man unter der Löslichkeit überhaupt versteht und welche Fachbegriffe man in diesem Zusammenhang kennen sollte. Dieser Artikel gehört zu den Grundlagen der Chemie.

In diesem Artikel beschäftigten wir uns mit der Löslichkeit von Stoffen. Ich gehe dabei gleich noch einmal auf wichtige Grundlagen der Chemie ein, um genau diese Zusammenhänge erklären zu können. Solltet ihr jedoch noch größere Lücken bei euren Vorkenntnissen haben, rate ich zunächst die folgenden Artikel noch zu lesen:

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Löslichkeit: Wichtige Grundbegriffe

Jeder kennt es: Für das Kochen von Nudeln wird Salz ins Wasser gekippt,  welches sich im Wasser löst. Und schon sind wir in der Chemie angekommen und können den Begriff der "Löslichkeit" genauer untersuchen. Die Löslichkeit eines Stoffes gibt dabei an, ob und in welchem Umfang ein Reinstoff in einem Lösungsmittel gelöst werden kann.

Dabei ist ein Reinstoff in der Chemie ein Stoff, der einheitlich zusammengesetzt ist und damit aus nur einer "Teilchensorte" besteht. Unter einem Lösungsmittel - auch Lösemittel genannt - versteht man einen Stoff, der selbst andere Stoffe lösen kann, ohne dass es dabei zu chemischen Reaktionen zwischen gelöstem Stoff und lösendem Stoff kommt. Oftmals werden Flüssigkeiten wie zum Beispiel Wasser als Lösungsmittel eingesetzt. Für unser Beispiel zum Nudel kochen wäre das Salz der zu lösende Stoff im Lösungsmittel Wasser.

Den Sachverhalt in anderen Worten ausgedrückt: Beim Lösen von festen Stoffen und von Gasen in flüssigen Lösungsmitteln gibt es in jedem Falle eine Grenze, die als Löslichkeit bezeichnet wird. Es folgt eine kurze Zusammenfassung wichtiger Sachverhalte zur Löslichkeit:

  • Die Löslichkeit eines Stoffes in einem bestimmten Lösungsmittel gibt den Gehalt dieses Stoffes in einer gesättigten Lösung an. Eine Lösung wird als gesättigt bezeichnet, wenn sie keine anderen Stoffe mehr lösen kann.
  • Jeder Stoff hat in jedem Lösungsmittel eine andere Löslichkeit.
  • Die Löslichkeit ist von der Temperatur abhängig.
  • Mit zunehmender Temperatur steigt im Allgemeinen die Löslichkeit von festen Stoffen in flüssigen Lösungsmitteln.
  • In flüssigen Lösungsmitteln nimmt die Löslichkeit von Gasen mit steigender Temperatur ab.
  • Die Löslichkeit von Gasen steigt mit zunehmendem Druck.

Arten der Löslichkeit und Sättigungsgrade

In der Chemie unterscheidet man grundsätzlich zwischen der qualitativen und der quantitativen Löslichkeit von Stoffen. Bei der qualitativen Löslichkeit fragt man sich zunächst einmal: Ist der Stoff überhaupt in einem Lösungsmittel löslich? Dabei gibt es jedoch einen kleinen Fallstrick zu beachten: In der Praxis werden einige Stoffe als unlöslich angesehen, obwohl sie es eigentlich nicht sind. Der Grund sollte jedoch dennoch einleuchten: Die Löslichkeit der Stoffe ist derart gering, dass man in der Praxis mit dem "bisschen an Löslichkeit" einfach nichts anfangen kann.

Bei der quantitativen Löslichkeit fragt man sich hingegen, welche Stoffmenge man in einem Lösungsmittel lösen kann. Es wird also ein Massenverhältnis zwischen gelöstem Stoff und Lösungsmittel gesucht. Beispiel: Bei 20 Grad Celsius lösen sich 87g Natriumnitrat (NaNO3) in 100g Wasser.

Den Begriff Sättigungsgrad gibt es nicht nur in der Chemie, sondern auch in der Wirtschaft. Ist ein Markt gesättigt, ist es schwer, in diesem noch viele Produkte zu verkaufen. Ähnlich sieht es in der Chemie aus: Bei einer gesättigten Lösung, können keine weiteren Stoffe mehr gelöst werden. Die Begriffe ungesättigte Lösung und übersättigte Lösung erklären sich damit fast von alleine. Eine ungesättigte Lösung kann somit noch weitere Stoffe aufnehmen, bei einer übersättigten Lösung ist der Gehalt an gelöstem Stoff sogar größer als die Löslichkeit.

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