Akkusativ: Frage und Erklärung

Geschrieben von: Dennis Rudolph
Montag, 02. März 2020 um 16:12 Uhr

Dieser Artikel befasst sich mit dem Akkusativ. Es wird erklärt, was man unter dem Akkusativ versteht, wie man ihn bildet und erkennt. Zum besseren Verständnis gibt es Beispiele. Dieser Artikel gehört zu unserem Bereich Deutsch.


Der Akkusativ ist einer der vier Fälle (Kasus) des Nomens. Benötigt wird der Kasus, um Sätze zu bilden. Der Akkusativ ist der 4. Fall. Er wird auch Wen-Fall genannt, da man nach ihm mit Wen oder was…? fragt. Die anderen Fälle sind Nominativ (1. Fall, Wer-Fall), Genitiv (2. Fall, Wes-Fall), Dativ (3. Fall, Wem-Fall). Im Akkusativ stehen können alle deklinierbaren Wortarten, also Nomen (Ball), Artikel (der, ein), Pronomen (ihn, mich, derselbe, mein), Adjektive (klein) und Numerale (zehn).

Beispiele Akkusativ

Karsten hat einen großen Hund.
Frage: Wen oder was hat Karsten?
Antwort: einen großen Hund (= Akkusativ)

Ben liebt Anna.
Frage: Wen oder was liebt Ben?
Antwort: Anna (= Akkusativ)

Ich will das nicht.
Frage: Wen oder was will ich nicht?
Antwort: das (= Akkusativ)

Das geht dich nichts an.
Frage: Wen oder was geht das nichts an?
Antwort: dich (= Akkusativ)

Hinweis:

Ihr möchtet dieses Thema noch etwas üben? Werft doch einfach einen Blick auf unsere Übungen zum Akkusativ.

Akkusativ verwenden

Der Akkusativ wird in verschiedenen Satzsituationen verwendet. Er kommt zum Einsatz als:

  • zweite Verbergänzung: Ich besuche meine Oma.
  • temporale Verbergänzung (Zeitraum): Wir sind zwei Wochen im Urlaub.
  • Verb mit fester Präposition (Verhältniswort): Die Kinder warten auf ihren Lehrer.
  • Präpositionalergänzung: Laurens kauft Futter für seine Katze.
  • Zeitangaben ohne Präposition (Verhältniswort): Letzten Donnerstag war ich im Schwimmbad.
  • Ergänzung eines Adjektivs: Ein Basketballspieler ist oft über zwei Meter groß.
  • Apposition (Einschub): Gestern habe ich Tiffy, meinen Hamster, gebadet.
  • in Vergleichen: Für den Kuchen brauchen wir mehr Butter als Milch.


Gebildet wird der Akkusativ bei Nomen abhängig vom grammatischen Geschlecht (Genus). Ein männliches Nomen (der Hund) verändert im Singular (Einzahl) meist nur der Artikel (den Hund), im Plural (Mehrzahl) sind Nominativ und Akkusativ gleich (die Hunde). Manchmal wird -(e)n angehängt (den Jungen). Bei den weiblichen Nomen lauten der Nominativ und der Akkusativ sowohl im Singular als auch im Plural gleich (die Katze, die Katzen). Genauso verhält es sich bei den sächlichen Nomen (das Kind, die Kinder).

Mehr zum Thema:

Kirsten Schwebel

Aufgaben / Übungen Akkusativ

In diesem Bereich könnt ihr das Thema Akkusativ üben. Dabei erhaltet ihr eine Frage und vier Antwortmöglichkeiten. Nur eine Antwort davon ist richtig.

Aufgabe 1: Der wievielte Fall (Kasus) ist der Akkusativ?

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