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Adjektive

Geschrieben von: Dennis Rudolph
Mittwoch, 10. Januar 2018 um 21:14 Uhr

Dieser Artikel befasst sich mit dem Adjektiv. Es wird erklärt, was man unter einem Adjektiv versteht und es wird auf Genus, Numerus, Kasus, Deklinationen, Steigerung und Bildung von Adjektiven eingegangen. Zum besseren Verständnis dienen Beispiele mit Erklärungen. Außerdem haben wir noch Übungen rund ums Adjektiv und eine alphabetische Liste mit Adjektiven für euch. Dieser Artikel gehört zu unserem Bereich Deutsch.


Definition
Adjektive sind Eigenschafts- oder Wiewörter (z.B. hell, lang, groß, traurig). Neben den Adjektiven gibt es noch weitere Wortarten, nämlich Nomen, Verben, Artikel, Pronomen, Partikeln und Interjektionen. Adjektive werden kleingeschrieben und beschreiben oder beurteilen Personen (z.B. das lustige Kind), Dinge (z.B. der weiße Schnee) oder Sachverhalte (z.B. eine schwierige Frage).

Genus, Numerus und Kasus
Adjektive begleiten häufig Nomen und stimmen dann mit diesen in Genus (Geschlecht), Numerus (Anzahl) und Kasus (Fall) überein. Es gibt im Deutschen drei Genera (grammatische Geschlechter): Maskulinum (männliches Nomen), Femininum (weibliches Nomen) und Neutrum (sächliches Nomen), die man an ihrem bestimmten Artikel erkennt. Adjektive, die ein Nomen begleiten, haben dann eine dem Genus entsprechende Endung.


Auch der Numerus (Anzahl) stimmt zwischen einem Nomen und dem begleitenden Adjektiv überein. Steht das Nomen im Singular (Einzahl), steht auch das Adjektiv im Singular. Steht das Nomen dagegen im Plural (Mehrzahl), dann steht auch das Adjektiv im Plural. Bildet man Sätze, dann haben Nomen immer einen Kasus (Fall). Man unterscheidet vier Fälle: Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ. Ein begleitendes Adjektiv steht immer im selben Kasus wie das Nomen.

Beispiele:

  • Genus:
    • der neue Schlitten, das alte Haus, die getigerte Katze
  • Numerus:
    • der schöne Garten, die schönen Gärten
    • das fröhliche Kind, die fröhlichen Kinder
  • Kasus:
    • Unser neues Auto ist blau. (Nominativ)
    • Die Heizung unseres neuen Autos ist schon kaputt. (Genitiv)
    • Wir fahren mit unserem neuen Auto. (Dativ)
    • Wir haben ein neues Auto. (Akkusativ)

Noch genauere Informationen zu Genus, Kasus und Numerus finden sich in unserem Artikel zum Nomen. Weiter zum Artikel Nomen.

Hinweis:

Ihr möchtet das Thema Adjektive noch etwas üben? Werft doch einfach einen Blick auf unsere Übungen zu Adjektiven: Zur ersten Aufgabe.

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Deklinationen

Genau wie Nomen werden auch Adjektive dekliniert (gebeugt). Dabei unterscheidet man nicht nur das Genus, sondern auch noch die Art und Weise, wie dekliniert wird, denn es gibt zwei Deklinationen: die schwache Deklination und die starke Deklination sowie ein paar Ausnahmen. Weiter zu Deklinationen von Adjektiven.

Komparation (Steigerung)
Die meisten Adjektive können gesteigert werden. Dies bezeichnet man als Komparation. Es gibt drei Steigerungsstufen: Positiv (Grundstufe, z.B. klein), Komparativ (Vergleichsstufe, z.B. kleiner) und Superlativ (Höchststufe, z.B. am kleinsten). Weiter zu Komparation (Steigerung).

Bildung von Adjektiven
Adjektive können auf unterschiedliche Arten gebildet werden. Man unterscheidet zwischen einfachen bzw. ursprünglichen Adjektiven, abgeleiteten Adjektiven und zusammengesetzten Adjektiven, die aus einem Bestimmungs- und einem Grundwort bestehen (z.B. dunkelviolett). Zuerst kommt das Bestimmungswort (dunkel) und dann das Grundwort (violett).


Beispiele:

  • einfache / ursprüngliche Adjektive: laut, treu, kurz, jung, lang, alt, mutig
  • abgeleitete Adjektive
    • mit Präfix (Vorsilbe): uralt, untreu, missmutig, missgünstig
    • mit Suffix (Nachsilbe): lustig, mühsam, afrikanisch, streitbar, mächtig
  • zusammengesetzte Adjektive: dunkelblau, hellrosa, viereckig, linkshändig

Zur besseren Übersicht haben wir noch eine Liste mit ganz vielen Adjektiven für euch zusammengestellt. Weiter zur Liste Adjektive.

Verwendung von Adjektiven im Satz


Verwendet man Adjektive in Sätzen, dann gibt es drei Möglichkeiten, wie sie genutzt werden. Sie können als Attribut ein Nomen begleiten (das kleine Kind), dann werden sie dekliniert. Werden sie aber als Prädikativum (nötige Ergänzung zum Subjekt oder Objekt des Satzes, z.B. Das Wasser ist kalt.) oder Adverbiale (gibt an, wie etwas ist, z.B. Lisa singt schön.) gebraucht, sind sie undekliniert.

Beispiele:

  • Attribut:
    • Die großen Ferien haben endlich angefangen.
    • Mein kleiner Bruder nervt heute besonders.
  • Prädikativum:
    • Die Suppe ist heiß.
    • Meine Schwester ist groß.
  • Adverbiale:
    • Du malst schön.
    • Peter erklärt seine Lösung umständlich.

Autorin: Kirsten Schwebel

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