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Nathan der Weise: Klosterbruder – Charakterisierung

Geschrieben von: Dennis Rudolph
Montag, 11. Dezember 2017 um 22:20 Uhr

Der Klosterbruder kam als Reitknecht Wolf von Filneks nach Palästina und ist nach dessen Tod dort geblieben. Er lebt gerade als Laienbruder unter dem Schutz des Patriarchen und hofft bald wieder als Einsiedler leben zu dürfen. Bisher wartet er aber vergeblich darauf, da der Patriarch oft Aufträge für ihn hat und ihn daher nicht gehen lässt. Die folgende Charakterisierung geht ausführlich auf den Klosterbruder ein.

Der Klosterbruder hat verschiedenen Herren gedient und war zuletzt der Reitknecht Wolf von Filneks. In dessen Auftrag brachte er auch Recha zu dessen Freund und Waffenbruder Nathan, nachdem die Mutter des Mädchens verstorben war und er in den Krieg ziehen musste. Wolf von Filnek starb im Kampf und der Klosterbruder lebte danach als Einsiedler in der Nähe von Jericho. Er wurde aber von Arabern überfallen und verschleppt. Ihm gelang die Flucht und er rettete sich zum Patriarchen, der ihn nun als Laienbruder im Kloster leben lässt.


Sein Wunsch ist aber, so bald wie möglich wieder als Einsiedler leben zu dürfen und so ungestört und still seinen Glauben leben zu können. Der Patriarch hat aber bisher andere Pläne mit ihm und benutzt ihn für Botengänge und andere Dienste. So soll er beispielsweise den Tempelherrn prüfen, ob dieser bereit ist, bei einem Komplott gegen Saladin mitzumachen. Dem Klosterbruder ist das zutiefst zuwider, aber er muss dem Kirchenfürsten gehorchen. Sein Gehorsam ist allerdings nur formal, er distanziert sich während des Sprechens deutlich von den Ansichten des Patriarchen und legt dessen Pläne direkt unverblümt offen. Auch aus seiner Freude darüber, dass der Tempelherr nicht gegen Saladin handeln möchte, macht er keinen Hehl.


Der zweite unangenehme Auftrag, den der Patriarch ihm erteilt, ist es herauszufinden, wer der Jude ist, der ein Christenmädchen aufgezogen hat, um diesen dann der Strafe der Kirche zuzuführen. Für Nathan würde das den Tod auf dem Scheiterhaufen bedeuten. Daran will der Klosterbruder aber nicht beteiligt sein und warnt Nathan sogar, da er ja mit der Geschichte zu tun hat. Er tut dies aber nicht, um sich selbst vor einer möglichen Strafe zu retten, sondern weil er im Gegensatz zum Patriarchen eine humane Grundeinstellung und keine Vorurteile hat.

Hinweis:

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Autorin: Kirsten Schwebel

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