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Nathan der Weise: Recha - Charakterisierung

Geschrieben von: Dennis Rudolph
Montag, 11. Dezember 2017 um 22:20 Uhr

Recha ist Nathans Adoptivtochter, wovon sie aber lange nichts weiß. Sie wurde von ihrem Vater dazu erzogen, ihren Verstand zu gebrauchen, ist aber oft auch empfänglich für die Schwärmereien ihrer christlichen Erzieherin Daja. Die folgende Charakterisierung geht ausführlich auf Recha ein.


Recha ist 18 Jahre alt und lebt zusammen mit ihrem Adoptivvater Nathan und ihrer christlichen Erzieherin Daja in gut situierten Verhältnissen in Jerusalem. Sie erfährt erst im Verlauf des Dramas, dass Nathan nicht ihr leiblicher Vater ist und sie eigentlich eine getaufte Christin. Ihr richtiger Namen lautet Blanda von Filnek und sie ist die Schwester des Tempelherrn und die Nichte des Sultans. Zu Nathan kam sie als Baby, da ihre Mutter bei der Geburt starb und ihr Vater in den Krieg ziehen musste. Er ließ das kleine Mädchen von seinem Reitknecht zu seinem Freund Nathan bringen, der es als Jüdin liebevoll großzog.


Recha ist schwärmerisch veranlagt, da sie den Tempelherrn, der sie aus dem brennenden Haus gerettet hat, zunächst für einen Engel hält. Sie lässt sich aber von den vernünftigen Argumenten ihres Vaters überzeugen und kommt dann selbst zu dem Schluss, dass der Tempelherr ein Mensch und kein Engel ist.


Ihren Vater Nathan liebt und bewundert Recha. Daher ist für sie auch die Vorstellung, dass er nicht ihr leiblicher Vater ist und sie ihn verlieren könnte, schrecklich. Er ist auch ihr Lehrer und sie hat ihr ganzes Wissen nur von ihm. Es handelt sich dabei aber nicht um totes Wissen, sondern Nathan bringt ihr immer in bestimmten Situationen und aus bestimmten Gründen etwas bei. Bei Recha löst dieses ganzheitliche Lernen Erkenntnisprozesse aus und sie ist in der Lage, ihre Vernunft selbstständig zu gebrauchen.


Andererseits lässt sie sich aber auch teilweise von der schwärmerischen Daja einnehmen, wobei sie aber merkt, dass deren Denkweise ihr fremd ist, weil sie oft gegensätzlich zu der ihres Vaters ist. Daja bestärkt sie beispielsweise in ihrem Engelsglauben und erzählt ihr viele Heiligengeschichten. Recha will davon aber nicht zu viel wissen, weil es sie verwirrt und sie merkt, dass diese Denkweise nicht zu ihr passt.

Hinweis:

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Autorin: Kirsten Schwebel

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